|
Pentachlorphenol (PCP)
PCP (Pentachlorphenol) hat ein
breites Wirkungsspektrum gegen Pilze, Insekten und Unkräuter. Es wurde lange
Zeit insbesondere als Holzschutzmittel (z. B. Xylamon) und zum
Imprägnieren von Leder eingesetzt. Pentachlorphenol wird aus dem
Holzschutzanstrich freigesetzt und reichert sich zusammen mit anderen
Innenraumbelastungen, wie z. B. Schimmelpilzsporen, auch im Hausstaub an.
In Deutschland ist die Anwendung von PCP seit 1987 verboten. Dennoch wird
diese Chemikalie in bestimmten Ländern immer noch benutzt, z. B. gegen
Termiten oder als Entblätterungsmittel bei der Baumwolle. Daher kann eine
Schadstoffbelastung von Importprodukten nicht ausgeschlossen werden.
PCP kann z. B. Hautausschläge,
Kopfschmerzen, Herz- und Kreislaufprobleme und Magen-Darm-Störungen
hervorrufen und das Immunsystem schwächen. Weitere gesundheitliche
Beschwerden, die aufgrund verschiedener Studien mit Biozidbelastungen in
Innenräumen in Zusammenhang gebracht und von manchen Autoren als
"Holzschutzmittelsyndrom" bezeichnet werden, sind u. a. eine
schnelle Ermüdung, Antriebsschwäche, Leistungsabfall, Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen, aber auch innere Unruhe, Schlafstörungen und erhöhte
Reizbarkeit. Auch Nebenhöhlenaffektionen, Augenbrennen, Schwellungen im
Gesicht, häufige Infekte und auch diffuse Schmerzen von Knochen,
Weichteilen und Gelenken sowie weitere unspezifische Beschwerden werden
mit PCP und anderen Innenraumschadstoffen in Verbindung gebracht.
Zur Überprüfung, ob eine Belastung
durch Pentachlorphenol (PCP) vorliegt, wird eine Holzprobe analysiert.
Zusätzlich kann auch eine Staubprobe untersucht werden. Sofern eine
erhöhte PCP-Freisetzung nachgewiesen wird, sollte die PCP-Quelle entfernt
oder versiegelt werden. Es kann auch ratsam sein, alte PCP-belastete
Farbe abzuschleifen und anschließend das Holz mit einem
umweltfreundlichen Anstrich zu versehen. Welche Methode hier anzuwenden
ist, muss auf den Einzelfall abgestimmt werden.
Wird eine (u. U. geringfügig) erhöhte
PCP-Freisetzung nachgewiesen und treten die oben aufgezeigten
Gesundheitsbeschwerden auf, ist eine Blut- bzw. Urinuntersuchung auf PCP
ratsam, um die Belastung des Körpers mit diesem Schadstoff als Ursache
der Beschwerden auszuschließen bzw. zu bestätigen.
|